Fair Fashion Labels in der Corona-Krise: [eyd]

Die Corona-Krise trifft uns alle irgendwie. Jeder von uns sieht sich anderen Veränderungen und Herausforderungen gegenüber. Ich habe mich gefragt ob und in welcher Weise eigentlich Fair Fashion Labels betroffen sind. Bekanntlich haben diese nicht die selben Voraussetzungen und Gelder wie die bekannten Big Player. Daher habe ich mit Nathalie von [eyd] gesprochen und sie gefragt wie sich die Corona-Krise auf das Unternehmen auswirkt.

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Es folgt ein kleines Interview mit Nathalie und am Ende des Artikel gebe ich euch noch ein paar Tipps wie ihr kleiner Unternehmen in der aktuellen Zeit unterstützen könnt.

Was ist [eyd] und wie kam es zu der Gründung von [eyd]?

[eyd] ist ein bio-faires Modelabel mit einer ganz besonderen Mission: empower your dressmaker. Produziert wird mit ökologischen Materialien in einer sozialen Nähwerkstatt in Indien, wo Frauen beschäftigt werden, die aus Menschenhandel und Zwangsprostitution befreit werden konnten. Die Frauen erhalten neben einem fairen Job in einem liebevollen Umfeld auch die Möglichkeit einen Schulabschluss nachzuholen und werden angeleitet, ihr Leben in Freiheit zu gestalten. Ausschlag gebend für die Gründung von [eyd] war ein Auslandsaufenthalt in Kambodscha von Gründerin Nathalie Schaller, die dort Opfer von Menschenhandel kennenlernte und daraufhin beschloss, solchen Frauen neue Perspektiven für ihr Leben zu bieten.

Was sind eure Herausforderungen die ihr in dieser Krise bewältigen müsst?

Besonders hart trifft [eyd] momentan, dass die Nähwerkstatt in Indien einem kompletten Shutdown unterliegt. Ganz Indien steht still. In Indien stellt der Staat aber leider keine Soforthilfen oder ähnliches zur Verfügung, so dass die Nähwerkstatt auf sich selbst gestellt bzw. auf die Hilfe von [eyd] angewiesen ist. [eyd] muss gerade ein finanzielles Spagat machen. Denn zum einen sind [eyd] durch die Schließung der Partnerläden und die Absage von Verkaufsevents rund 50% Umsatz weg gebrochen. Auf der anderen Seite muss [eyd] trotz Stillstand in der Produktion weiterhin Geld an die Näherei in Indien überweisen, damit dort die nötigsten laufenden Kosten und Gehälter bezahlt werden können.

Was gibt euch momentan Hoffnung weiterzumachen?

Hoffnung gibt uns vor allem die Solidarität, die man momentan überall spürt. Auch der Rückhalt, den wir aus unserer Community erfahren, ist der Wahnsinn. Als wir unsere aktuelle Situation auf unseren Kanälen öffentlich gemacht haben, haben wir so viele liebe Nachrichten und auch Bestellungen erhalten. Das hat uns wahnsinnig viel Mut und Hoffnung gemacht. Gemeinsam werden wir diese Krise bestehen!

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Und jetzt möchte ich noch ein paar Möglichkeiten zeigen, wie ihr kleine Unternehmen in dieser Zeit unterstützen könnt (natürlich nur wenn es euch selbst möglich ist):

  • Unterstützung auf Social Media: Likes und Shares sind einfach sehr wichtig und bringen den Account voran. So steigt die Bekanntheit und neue Kunden können erreicht werden.
  • Eine positive Bewertung bei Google hilft ebenfalls.
  • Ihr könnt natürlich auch ganz banal etwas bestellen oder einen Gutschein kaufen.
  • Schreibt dem Unternehmen doch eine nette E-Mail oder Nachricht auf Instagram.

Solltet ihr noch weitere Tipps haben, könnt ihr diese natürlich sehr gerne in die Kommentare schreiben. Mich würde auch interessieren wie die Krise euch beeinflusst. Vielleicht habt ihr ja auch ein kleines Business und möchtet darüber erzählen?